Der Handel mit Hunden sollte schon längst der Geschichte angehören, wenn man bedenkt, wie viele Berichte und Reportagen über skrupellose Händler schon in Fernsehen und Zeitungen erschienen sind. Trotzdem kaufen noch immer Gutgläubige die armen Kreaturen, die von Geschäftemachern billig in Hinterhöfen produziert oder im Kofferraum über die Grenze geschmuggelt werden, um dann in sterilen Boxen ohne Beschäftigungsmöglichkeiten auf Interessenten warten.

Manche Welpen werden auch offiziell nach Deutschland eingeführt, um in der wichtigsten Lernphase ihres Lebens allein in Quarantäne zu sitzen. Verhaltensstörungen sind vorprogrammiert und auch Gesundheitsschäden durch Erbfehler, mangelndem Impfschutz oder falscher Ernährung sind keine Seltenheit. Aber auch in Deutschland gibt es "Züchter", die ohne Regeln vor sich hinvermehren und Hunde mit "Papieren" verkaufen. Auf diesen "Papieren" stehen oft Phantasienamen von Zuchthunden und -vereinen, und wenn man nach einer Zuchtordnung oder Vereinssatzung fragt, wird man nur auf später vertröstet.

Beängstigend ist auch der neue Trend, dass sich Massenzüchter, Hundevermehrer und Hundehändler als "autorisierte" Züchter ausgeben. Denk man über die genauere Beschreibung nach, erkennt man, dass dieser kommerzielle Massenzüchter sich als autorisiert bezeichnet, weil der Gesetzgeber ihn nicht bekämpfen kann, solange er korrekt seine Steuer zahlt und die Mindesthaltungsbedingungen einhält. Der Tierschutz kann nichts gegen diese Menschen unternehmen, solange er die Hunde sauber hält und sie ausreichend versorgt. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Haltung gut ist oder gar vom Tierschutz gefördert würde.