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Illegaler Hundehandel aufgedeckt 

Hunde aus Liebhaberzucht wurden aus Polen illegal importiert – Veterinäramt mahnt zur Vorsicht

Bei den zum Verkauf angebotenen Hundewelpen handelte es sich um die Rassen Alano, Tosa, American Pitbullterrier, American Staffordshire-Terrier und Bullterrier. Die Welpen seien bestens sozialisiert, geimpft, entwurmt und mit einem Chip versehen, hiess es im Inserat. Das kantonale Veterinäramt und die Stadtpolizei St. Gallen gingen der Sache nach und konnten an zwei verschiedenen Orten in St. Gallen insgesamt vier wenige Monate alte Hundewelpen antreffen. Wie sich herausstellte, kamen diese Tiere nicht von einer Liebhaberzucht sondern wurden aus Polen importiert. Da Polen nicht frei von urbaner Tollwut ist und keine Importbewilligung vorlag, verfügte das Bundesamt für Veterinärwesen die vorsorgliche Beschlagnahmung der Hunde.

Gegen Zollvorschriften verstossen
«Personen, die mit Tieren handeln, benötigen eine Bewilligung des kantonalen Veterinäramtes. Wer Tiere importiert, ohne die Einfuhrbestimmungen zu beachten, verstösst gegen die Zollvorschriften und macht sich strafbar», sagt Kantonstierarzt Thomas Giger, auf Anfrage. Von den vier Welpen habe das Veterinäramt lediglich noch einen Hund vorgefunden und diesen vorläufig im Tierheim platziert. Die anderen drei Welpen waren laut Angaben der Händler an unbekannte Käufer abgegeben worden.
 
«Der Hundehändler erhielt vom Bund eine Verfügung, diesen Hund wieder aus der Schweiz auszuführen.» Ausserdem werde er beim Zolluntersuchungsdienst zur Anzeige gebracht. «Die meisten Hunde aus den Ostblockländern kommen über die Grenze im Rheintal in die Schweiz», weiss Giger. Für die Grenzwächter ein schwieriges Unterfangen, die Händler ausfindig zu machen, denn es reisen täglich einige Personen mit Hunden in die Schweiz ein. Eine schwierige Angelegenheit sei für die Grenzwacht vor allem, wenn die Papiere für den Hund stimmen und keine Indizien für einen Schmuggel erkennbar sind.

Vorsicht beim Tierkauf
«Gewisse Leute haben keine Chance, bei seriösen Züchtern Hunde zu erwerben», erklärt Giger. Vor allem, wenn es sich um so genannte «Kampfhunde» handelt. Ein Grund, sich diese auf einem anderen Weg zu beschaffen. Die Hundehändler kaufen die Welpen in Osteuropa für 300 Franken und verkaufen sie für 1500 Franken. Giger weiss, dass solche Hundewelpen oft aus zweifelhaften Zuchten stammen. Es sei auch möglich, dass sie an Erbkrankheiten, Verhaltensstörungen, Infektions- und Hautkrankheiten und Parasitenbefall, oder sogar an Tollwut leiden.
 
Auch hätten die Käufer oft davon keine Kenntnis, dass die Einfuhr von Hunden mit kupierten Ohren oder kupierter Rute verboten ist. Aus diesem Grund rät das Veterinäramt, keine Hundewelpen zu kaufen, die auf der Strasse, Parkplätzen, Hinterhöfen oder in Wohnungen durch unbekannte Leute angeboten werden. «Seriöse Züchter erkennt man an den Aufzuchtsanlagen mit Muttertieren und Zuchtrüden, aber auch an den verfügbaren Papieren über den Stammbaum der Hunde. Sie züchten die Tiere in ihrem Betrieb und ziehen die Welpen auch selber auf.